Spätsommerlicher Pollenalarm

Im August können viele Allergiker buchstäblich aufatmen, die Pollensaison neigt sich dem Ende. Doch ein einzelnes Kraut, das sich seit einigen Jahren von Nordamerika ausgehend in Europa ausbreitet, sorgt dafür, dass sich die Leidenszeit der Heuschnupfen- und Asthma-Patienten um mindestens weitere zwei Monate verlängern kann: Für die Ambrosia-Pollen beginnt jetzt erst die Hauptreisezeit.

Die Beifuß-Ambrosie, auch Traubenkraut genannt, blüht von August bis zum ersten Frost. Ende August beziehungsweise Anfang September setzt die Pflanze die meisten Pollen frei. Die Techniker Krankenkasse (TK) weist daraufhin, dass die Ambrosia-Pollen besonders aggressiv sind und neben starkem Heuschnupfen auch Bindehautentzündungen und Hautirritationen auslösen können.

Drei von vier Pollenallergikern reagieren auch auf Ambrosia allergisch. Der in Australien auch als "asthma plant" bekannte Korbblütler führt doppelt so häufig zu allergischem Asthma wie andere Pollenallergien. Nach einer Studie des Umweltbundesamtes belastet die Behandlung von Ambrosia-Allergien das deutsche Gesundheitswesen mit jährlich 20 bis 50 Millionen Euro.

Ambrosia gelangt vor allem in Vogel- und Kleintierfutter oder in Saatgut nach Europa. Deshalb findet man die Pflanzen immer häufiger in Gärten, Zoos und Parkanlagen sowie dort, wo Futtermittel und Getreide verladen werden, zum Beispiel in Häfen und entlang von Bahngleisen. Die Beifuß-Ambrosie wächst bevorzugt an Straßen- und Wegesrändern, bei Schutthalden, Mülldeponien, in Hausgärten und an Feldern. Durch ihre hohe Samenzahl (bis zu 4.000 Samen je Pflanze) breitet sie sich besonders schnell aus.

Die Beifuß-Ambrosie erkennt man an den fein gegliederten, bis zu dreifach gefiederten Blättern, die auf beiden Seiten grün sind und an den behaarten Stängeln. Die Pflanze wächst buschartig, ist weit verzweigt und kann je nach Standort zwischen 20 Zentimetern und eineinhalb Metern hoch werden.

Die Techniker Krankenkasse empfiehlt, nur Ambrosia-freies Saatgut und Vogelfutter zu kaufen beziehungsweise darauf zu achten, dass es im heimischen Garten nicht zur Aussaat kommt. Wer Ambrosia entdeckt, sollte die Pflanzen nicht mit bloßen Händen, sondern nur mit Handschuhen anfassen und Atemschutz tragen. Die Pflanzen müssen vollständig entwurzelt und verbrannt werden. In der Landwirtschaft wird die Pflanze chemisch bekämpft, da ein Mähen oder Mulchen nicht vor einem erneuten Ausschlagen der Pflanze schützt.

Quelle: TK

Tipp: Eine private Krankenversicherung hat nicht nur finanzielle Vorteile. Vergleichen Sie Preise und Leistungen - unverbindlich und kostenlos.

Hier klicken, um Vergleich anzufordern

Zurück