Chance zur Brustkrebsfrüherkennung nutzen

In Deutschland steht die Einführung des Brustkrebs-Screenings vor dem Abschluss. Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Helga Kühn-Mengel (MdB), und die Parlamentarische Staatssekretärin im BMG, Marion Caspers-Merk (MdB), überzeugten sich bei einem Besuch des Berliner Mammographie-Screening-Zentrums über die Qualität des neuen Angebots für Frauen.

Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Helga Kühn-Mengel (MdB): „Ein qualitätsgesichertes Mammographie-Screening-Programm ist bis zum heutigen Tag das einzige Früherkennungsprogramm, das nachweislich die Sterblichkeit an Brustkrebs senkt, wenn es wie in Deutschland auf höchstem Qualitätsniveau durchgeführt wird. Ich begleite seit Jahren kritisch die Umsetzung des Bundestagbeschlusses. Ziel ist: Frauenleben zu retten, Leid zu vermeiden und Lebensqualität zu verbessern. Ein nächstes Expertinnen- und Expertengespräch wird am 19. September 2007 in Berlin stattfinden.“

Die Parlamentarische Staatssekretärin, Marion Caspers-Merk (MdB), verwies darauf, dass bald allen Frauen die kostenlose Leistung der Krankenkassen zur Verfügung stünde: „Inzwischen sind 73 der geplanten 94 Screening-Einheiten zertifiziert. Damit ist eine Flächendeckung von gut 78 Prozent erreicht. Ich nehme die Verantwortlichen beim Wort, dass zum ersten Quartal 2008 die Einführung des Mammographie-Screenings flächendeckend abgeschlossen sein wird. Das Screening stellt somit eine wichtige Ergänzung zur jährlichen Krebs-Früherkennungsuntersuchung durch die Frauenärztinnen und -ärzte dar.“

Dr. Lisa Regitz-Jedermann, Leiterin Referenzzentrum Mammographie Berlin und Programmverantwortliche Ärztin der Berliner Screening-Einheit 01: „Screening kann Leben retten! Vorausgesetzt die Qualität stimmt. Deshalb müssen wir Ärzte ein hohes Qualitätsniveau gewährleisten. Die Ergebnisse nach einem Jahr Screening in Berlin zeigen: Dies ist uns gelungen und die Frauen vertrauen der Qualität.

Um das Programm erfolgreich zu etablieren, möchten wir jetzt 70 Prozent der Frauen zwischen 50 und 69 Jahren erreichen. Damit die Frauen sich umfassend über das Programm informieren können, laden wir am 6. Oktober zum Tag der offenen Tür in die Screening-Einheiten ein.“

Die beiden Besucherinnen überzeugten sich vor-Ort-Termin in der Berliner Sreening-Einheit von den Qualitätssicherungsmaßnahmen: Alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren werden alle zwei Jahre persönlich, das heißt schriftlich, direkt in sogenannte Screening-Einheiten eingeladen. Die Röntgenaufnahmen jeder untersuchten Frau werden von zwei Ärztinnen oder Ärzten beurteilt, in Zweifelsfällen sogar von dreien. Die vorgeschriebene Prüfung aller digitalen Röntgengeräte hat ergeben, dass alle Geräte die strengen Vorgaben der Europäischen Leitlinien erfüllen. Jede der Screening-Einheiten muss zusätzlich regelmäßige Zertifizierungsprozesse durchlaufen.

Es wurde deutlich, dass das Mammographie-Screening nur dann erfolgreich sein wird, wenn viele Frauen daran teilnehmen. Unseriöse und interessengeleitete Berichterstattungen verunsichern die Frauen unnötig und gefährden Frauenleben.

Deswegen forderten die Parlamentarische Staatssekretärin und die Patientenbeauftragte die Verantwortlichen für das Screening auf, die Transparenz und Öffentlichkeitsarbeit weiter zu erhöhen. Denn nur umfassend informierte Frauen könnten sich bewusst für oder auch gegen eine Teilnahme am Screening entscheiden. Die vor Ort gewonnenen Einblicke überzeugten sie davon, dass die Frauen sich aufgrund der hohen Qualität in Deutschland wie in anderen Ländern für das Screening entscheiden werden.

Verantwortlich für die Umsetzung des Brustrebs-Screenings ist die Kooperationsgemeinschaft Mammographie, die sich aus den Spitzenverbänden der Gesetzlichen Krankenkassen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zusammensetzt.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

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