Insulinpumpen noch nicht perfekt

Am Beispiel der Insulinpumpe zeigt sich, wie schwer die Natur zu imitieren ist: Seit einem Vierteljahrhundert gibt es für eine breite Anwendung geeignete kleine Geräte, die Diabetiker mit dem Hormon Insulin versorgen, das ihr Körper nicht mehr herstellt. Damit ersparen sich Zuckerkranke mehrere Spritzen täglich. Doch selbständig arbeiten die Insulinpumpen immer noch nicht. Um die vom Körper benötigte Menge des Stoffwechsel-Hormons abzugeben, müsste die Pumpe den Bedarf messen können.

Das gelingt bis heute nicht zuverlässig – und eine Wende ist nicht abzusehen. „Ein alltagstaugliches Gerät, das den Blutzucker vollautomatisch regelt, wird es in den nächsten Jahren nicht geben“, resümiert Dr. Guido Freckmann vom Institut für Diabetes-Technologie der Universität Ulm im Apothekenmagazin Diabetiker Ratgeber. Die Pumpe sorgt für eine gleichmäßige Grundversorgung.

Auf absehbare Zeit müssen die Pumpenträger sich aber weiterhin selbst regelmäßig für einen Tropfen Blut anpieksen, um die Zuckerkonzentration zu messen und die Insulinabgabe der Pumpe von Hand anzupassen. Alle bisherigen Versuche, Sensoren in den Körper zu implantieren, die den Bedarf messen und danach die Abgabe der Pumpe steuern, erwiesen sich als nicht praxistauglich. Selbst in diesem relativ übersichtlichen Regelkreis behält die Natur damit einen noch nicht einholbaren Vorsprung gegenüber der Technik.

Das Apothekenmagazin Diabetiker Ratgeber 3/2007 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

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