KKH fordert wirksamen Schutz von Nichtrauchern

Einen wirksamen Schutz von Nichtrauchern in öffentlichen Gebäuden und gastronomischen Betrieben sowie erheblich größere Anstrengungen für Prävention und Nikotinentwöhnung fordert die Kaufmännische Krankenkasse - KKH anlässlich des Nichtraucher-Gipfels der zuständigen Ressortminister aus Bund und Ländern am 23. Februar in Hannover. Zwar habe sich eine Facharbeitsgruppe der Länder auf weitgehende Rauchverbote in Schulen, Kindertagesstätten und Krankenhäusern sowie auch in Gaststätten verständigt. "Aber immer wieder rücken einzelne Ministerpräsidenten von einer konsequenten Linie ab und formulieren Alternativen, die bloße Scheinlösungen sind", kritisiert KKH-Vorstandsvorsitzender Ingo Kailuweit (Hannover). Dabei habe die Politik in den vergangenen Jahrzehnten sprichwörtlich genug blauen Dunst fabriziert.

Kailuweit kritisiert die Chuzpe, mit der bisher konsequente Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit immer wieder unterlaufen wurden. Eine nur optische Trennung von Rauchern und Nichtrauchern in Gaststätten oder zeitlich gestaffelte Regelungen könnten so gut wie nichts bewirken, so Kailuweit unter Hinweis auf die Gesundheitsgefährdung durch Passivrauchen. Nach Auffassung der Kaufmännischen ist eine bundesweit einheitliche Regelung zum Rauchverbot ein absolutes Muss. Kailuweit: "Sinnvoll ist ein generelles Rauchverbot, insbesondere in Restaurants und Gaststätten."

Der KKH-Chef forderte die Teilnehmer des Nichtraucher-Gipfels zu konsequenten Entscheidungen im Sinne eines verbesserten Gesundheitsschutzes auf. Die Politik dürfe nicht länger vor den Interessen der Tabaklobby zurückweichen. Kailuweit: "Die möglichen Erkrankungen - nicht nur Lungenkrebs, sondern auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen - verursachen nicht nur massenhaft persönliches Leid. Sie sind zugleich eine immense Finanzlast für die gesetzlichen Krankenkassen." Allein die Kaufmännische habe 2005 rund 12 Millionen Euro nur für Lungenkrebspatienten im Krankenhaus aufwenden müssen. Ein nicht unerheblicher Teil der Milliarden verschlingenden Zivilisationskrankheiten hänge direkt oder indirekt auch mit Rauchen und Passivrauchen zusammen. Deshalb wäre es mehr als angebracht, wenn Berlin den Krankenkassen künftig wachsende Anteile aus der Tabaksteuer als Bundeszuschuss zur Verfügung stellen würde.

Der KKH-Chef zum Nichtraucher-Gipfel in Hannover: "Die Politik ist in erster Linie der Gesundheit der Menschen verpflichtet. Dieser Auftrag gilt für die Politiker in Bund und Ländern gleichermaßen. Umsatzinteressen einzelner Wirtschaftszweige müssen demgegenüber nachrangig sein." Die Ministerpräsidentenkonferenz im März habe die Chance, "wohlklingende Ankündigungen endlich in Taten umzusetzen und im doppelten Sinne Schluss mit dem blauen Dunst zu machen". Die Sozialminister der Länder seien aufgefordert, dafür jetzt die geeignete Basis zu liefern. Als Alarmzeichen wertete Kailuweit, dass laut einer aktuellen UNICEF-Studie deutsche Jugendliche international einen Spitzenplatz beim Rauchen einnehmen.

Quelle: KKH - Die Kaufmännische

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