Krankenhäuser rechnen teilweise fehlerhaft ab

Zehn Prozent der Krankenhausrechnungen in Deutschland sind zu hoch. Das ergab eine Untersuchung von neun Berufsgenossenschaften (BG), die sich zu einer Benchmarking-Kooperation zusammengeschlossen haben. Von März bis Mai 2006 wurden in einer Stichprobe rund 1.800 Rechnungen gesammelt und anschließend ausgewertet. Bei den Rechnungen der Stichprobe ergaben sich Kürzungen der Rechnungsbeträge wegen Fehlern um bis zu 9,8 Prozent.

Hintergrund der Untersuchung ist die seit 1. Januar 2004 praktizierte Abrechnung der Krankenhäuser nach so genannten Fallpauschalen. Dabei erhalten die Krankenhäuser für jede bei ihnen durchgeführte Behandlung festgelegte Geldbeträge. „Wir haben festgestellt, dass es häufig zu Fehlern bei der EDV-Erfassung von Diagnosen kommt“, erläutert Michael Boettcher, Hauptgeschäftsführer der BG Druck und Papierverarbeitung. So würden zum Beispiel Haupt- und Nebendiagnosen verwechselt. Bei der Abrechnung führen dann falsche Fallpauschalen zu überhöhten Rechnungsbeträgen.

„Wir werden unsere Verfahren zur Prüfung der Rechnungen weiter optimieren“, kündigt Boettcher an. Dazu wurden die Verfahren bei den einzelnen Partnern der Benchmarking-Kooperation untersucht und das Beste ermittelt.

Die Benchmarking-Kooperation wurde 2005 gegründet, um Geschäftsprozesse zu optimieren. Ihr gehören die BG für Fahrzeughaltungen, die BG für den Einzelhandel, die Fleischerei-BG, die BG Druck und Papierverarbeitung, die Verwaltungsgemeinschaft der Bergbau- und der Steinbruchs-BG sowie die Verwaltungsgemeinschaft der Papiermacher-, der Lederindustrie- und der Zucker-BG an.

Quelle: Berufsgenossenschaft Druck und Papierverarbeitung

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