Männer gehen seltener zur Vorsorge

Männer haben ein um 50 Prozent höheres Risiko als Frauen, an Darmkrebs zu erkranken. Obwohl sie nach Angaben des Darmkrebsreports der Techniker Krankenkasse (TK) solch ein deutlich höheres Risiko haben, sind sie die größeren Vorsorgemuffel: In den ersten drei Jahren, seitdem die präventive Darmspiegelung von den Krankenkassen bezahlt wird, nutzten nur 8,8 Prozent der Männer über 55 Jahren das neue Angebot, bei den Frauen waren es 10,2 Prozent. Dies zeigt eine aktuelle Auswertung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Darmkrebs ist bei Männern wie Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung. Obwohl Darmkrebs, wenn er früh erkannt wird, zu den Arten mit sehr guten Heilungschancen gehört, verläuft er nach wie vor bei vier von zehn Betroffenen tödlich. Das Risiko, daran zu sterben, ist für Männer ebenfalls deutlich größer als für Frauen: 2005 starben in Deutschland über 10.000 Männer unter 80 Jahren an Darmkrebs, in derselben Altersgruppe waren es knapp 7.000 Frauen.

"Ein Großteil aller Darmkrebsfälle könnte durch eine rechtzeitige Vorsorge vermieden werden", sagt Dr.TK. "Mit Hilfe der Darmspiegelung können schon Polypen und Adenome, die Vorstufen des Darmkrebses, entdeckt und praktisch schmerz- und komplikationsfrei entfernt werden." In diesem Frühstadium erkannt, liegen die Heilungschancen nahezu bei hundert Prozent. Susanne Holthausen, Ärztin bei der

Wer einen Darmkrebspatienten in der Familie hat, sollte die Vorsorge besonders ernst nehmen: Bei einem Drittel aller Betroffenen war zuvor bereits ein enger Verwandter erkrankt. Weitere fünf Prozent der Bevölkerung haben zudem eine genetische Disposition, aufgrund der sie bereits in sehr jungen Jahren an Darmkrebs erkranken. Bei ihnen besteht außerdem ein höheres Risiko, dass sich nach einer Operation erneut Tumore bilden.

Für alle mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko bietet die TK das Projekt "Familien vor Darmkrebs schützen" an. "Menschen, die zu den beiden Risikogruppen gehören, benötigen eine noch engmaschigere Früherkennung und Nachsorge", sagt Dr. Holthausen. Deutet ein Fragebogen auf ein erhöhtes Risiko hin, kann ein Gentest Gewissheit verschaffen, ob man zu den fünf Prozent gehört, die besonders aufpassen müssen. Bestätigt sich hier die genetische Disposition, kann sie anschließend bei Früherkennung und Nachsorge berücksichtigt werden.

Mehr Informationen zu dem Projekt gibt es unter www.tk-online.de/ darmkrebs. Dort steht auch für Nicht-TK-Versicherte ein Fragebogen zur Verfügung, mit dessen Hilfe jeder sein individuelles Darmkrebsrisiko bestimmen kann.

Quelle: TK

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