Bewegung in der Krankenhauslandschaft durch neues Vergütungssystem

Die Einführung des neuen DRG-Vergütungssystems in den Krankenhäusern hat zu mehr Transparenz und zu einer höheren Wirtschaftlichkeit in der medizinischen Versorgung der Krankenhäuser geführt, erklären die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen. Der durch das Vergütungssystem initiierte Preis-, Leistungs- und Qualitätswettbewerb hat Bewegung in die Krankenhauslandschaft gebracht. In vielen Krankenhäusern wurden notwendige Umstrukturierungen vorgenommen, Leistungen konzentriert und die Abläufe wirtschaftlicher und patientenfreundlicher gestaltet. Im Übrigen sind auch die Leistungserbringer in den Krankenhäusern selbst mit der Einführung des DRG-Systems überwiegend zufrieden, wie die jüngste Umfrage des BMG zeigt.

Auch die Qualität der Patientenversorgung steigt stetig, was durch die Ergebnisse des Qualitätssicherungsverfahrens (BQS-Verfahren) aus 2006 belegt wird. Das Verfahren wurde von der Selbstverwaltung entwickelt und später vom Gesetzgeber übernommen, um möglichen negativen Wirkungen dieses Preissystems zu begegnen. Erstmals müssen Krankenhäuser in den Qualitätsberichten in diesem Jahr zum Teil ihre individuellen BQS-Ergebnisse angeben. Damit haben die Patientinnen und Patienten die Möglichkeit, sich ein genaueres Bild über die Qualität und die Leistungen der Krankenhäuser zu machen und eine geeignete Klinik auszusuchen.

Viele Krankenhäuser haben sich dem Wettbewerb erfolgreich gestellt und durch intelligente Arbeitszeitmodelle, durch Erschließung neuer Geschäftsfelder zum Beispiel im ambulanten Bereich oder in der Rehabilitation, durch Fusionen oder auch Privatisierung von Krankenhäusern Effizienzsteigerungen erzielt. Das von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) seit Monaten gezeichnete düstere Bild der Finanzsituation in deutschen Kliniken stimmt deshalb nicht mit der Realität überein, erklärten die Spitzenverbände. Einige Kliniken und Klinikketten erzielen unter den Bedingungen des neuen Finanzierungssystems Jahr für Jahr Umsatzsteigerungen und Millionengewinne. Andere Krankenhäuser hingegen scheinen diese Entwicklung verschlafen zu haben und klagen nun über zu wenig Geld.

Den Darstellungen der DKG steht entgegen, dass trotz einer Reduzierung der Verweildauer die Krankenhausausgaben in den letzten zehn Jahren stetig gewachsen sind und über den beitragspflichtigen Einnahmen liegen. In den Jahren 1996 bis 2006 stiegen die Löhne und Gehälter der Mitglieder und damit die beitragspflichtigen Einnahmen der Krankenkassen um 9,86 Prozent, während die Krankenhausausgaben pro Mitglied im gleichen Zeitraum um 22,50 Prozent stiegen. Die durchschnittliche Verweildauer in den Krankenhäusern lag dagegen in 1996 noch bei 10,8 Tagen, in 2006 bei 7,58 Tagen. Der Vergleich zwischen der Entwicklung der Krankenhausausgaben und der Grundlohnsummenentwicklung zeigt überdies, dass die Veränderungsrate jährlich deutlich überschritten wird, was u. a. auf diverse außerbudgetäre Tatbestände und finanzielle Beteiligungen der Krankenkassen an gesetzlich initiierten Projekten (z. B. Weiterbildung der Allgemeinmedizin) zurückzuführen ist.

Die Spitzenverbände der Krankenkassen forderten die Beteiligten auf, sich dem Wettbewerb zu stellen und gemeinsam im Interesse der Patientinnen und Patienten eine qualitätsgesicherte Versorgung sicherzustellen.

Quelle: GKV - Die gesetzlichen Krankenkassen

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